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Die stille Freude von Laura

Heilpädagogisches Reiten

Ein leiser Ton. Kaum wahrnehmbar, ob Wohlbefinden oder Unzufriedenheit. Der zarte Körper, gestützt von Gurten, verborgen in wärmendem Stoff, Schicht um Schicht. So stehen sie Seite an Seite, Laura im Rollstuhl, und Stelkur, das älteste und erfahrenste Islandpferd im Stall. 

Stille. Geschehen lassen. Bis langsam sich die Mädchenhand zum mächtigen Pferdekörper erhebt, ein Büschel Fell flüchtig streift und dann ergreift. Lauras Kopf noch immer versunken auf der Brust, die Augen halb geschlossen. Leise Töne aus der Tiefe. Irgendwann richtet sich auch der Kopf in die Höhe, suchen die Augen, was die Hand fühlt. Und irgendwann wendet Stelkur seine Nüstern zu Laura. Jetzt ist die Freude erkennbar, die aus Lauras Kehle kommt und ihr Gesicht erhellt. Die Andeutung eines Lächelns.

Crowdfunding für Therapiepferd

Gerade erst mussten wir unser ältestes Therapiepferd über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Wir sind deshalb auf der Suche nach einem neuen Therapiepferd. Uns fehlen aber noch 20'000 Franken, die wir mit einem Crowdfunding sammeln möchten. Start der Aktion ist am 25. April.  

Über die Aktion

Im Stall die Behinderung überwinden

Hoch zu Ross Selbstvertrauen gewinnen

Das heilpädagogische Reiten ist dank Spenden möglich

Unsere Therapiepferde

Dürfen wir vorstellen: Die Islandpferde der Blindenschule Zollikofen. Stelkur gehört für uns noch in diese Galerie, auch wenn wir ihn anfangs März gehen lassen mussten. Über 20 Jahre hat er die Kinder und Jugendlichen der Blindenschule Zollikofen aufs liebevollste begleitet, geduldig, einfühlsam, zärtlich. 32 Jahre alt wurde er und liebte den Umgang mit Kindern bis zum letzten Tag. Nun ist Fagri das älteste Pferd im Stall, Skaevadur das jüngste mit Jahrgang 2013. Eines ist ihnen gemein: Starke Persönlichkeiten zeichnen sie aus, die sie geduldig und tolerant auf die sehr unterschiedlichen Verhalten der Kinder und Jugendlichen der Blindenschule Zollikofen reagieren lassen. 

Schreien, unkontrollierte Bewegungen, Epilepsieanfälle, am Fell Reissen; all dies und mehr kann vorkommen und bringt unsere Pferde nicht aus dem Trab. Im Gegenteil. Sie vermitteln den Kindern und Jugendlichen Ruhe und Sicherheit, wissen ganz genau, was blosses Ertasten ist und was ein Signal. Und ermöglichen ihnen auf ihrem Rücken und im Stall Erlebnisse, die ihnen sonst verwehrt bleiben. 

Dank ihrer ruhigen Präsenz und Sensibilität verbessert die Therapie mit Pferden die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen ganzheitlich: in der Kommunikation, in der Wahrnehmung, im Lernverhalten, im Selbstwertgefühl und bei den sozialen Kompetenzen. 

Durch die Bewegung des Pferdes, die der menschlichen Gangart ähnelt, wird der Kreislauf der Kinder angeregt, so dass sich Muskeln und Gewebe entspannen und gut durchblutet werden. Darüber hinaus hilft die Therapie mit Pferden, die Körper- und Widerstandskraft, das Gleichgewicht und die Koordination der motorischen Fertigkeiten zu verbessern.